Handwerksbetriebe haben spezifische Anforderungen an ihre Website. Es geht nicht um Design-Awards, sondern um Anfragen aus der Region. Eine gute Handwerker-Website ist ein Werkzeug, kein Kunstobjekt.
In diesem Artikel zeigen wir, was eine Webdesign Agentur für Handwerksbetriebe leisten muss.
1. Was eine Handwerker-Website wirklich leisten muss
Drei konkrete Aufgaben:
- Lokal sichtbar sein: Wer „Heizungsbauer Bremen” oder „Dachdecker Bremerhaven” sucht, soll Sie finden
- Vertrauen aufbauen: Echte Fotos, echte Referenzen, echte Bewertungen
- Kontakt einfach machen: Telefonnummer groß, WhatsApp-Button, einfaches Formular
Alle weiteren Funktionen sind optional und meistens überdimensioniert.
2. Realistische Preise für Handwerks-Sites
| Umfang | Realistischer Preis | Was Sie bekommen |
|---|---|---|
| 5-Seiten Visitenkarte | 2.000–4.000 € | Template-Lösung, lokale Optimierung, Basis-SEO |
| Standard-Handwerker-Site | 3.500–6.500 € | Eigenes Design, eigene Texte, Foto-Konzept, GBP-Setup |
| Anspruchsvolle Handwerker-Site | 5.500–10.000 € | Plus Leistungs-Detailseiten, Online-Terminvereinbarung, Bewertungen |
| Mehr-Standorte-Lösung | 8.000–16.000 € | Plus Standort-Seiten, lokale SEO für mehrere Märkte |
Templates für 800 € sind nicht wirklich Templates, Sie kaufen ein leeres Theme. Konzern-Lösungen für 15.000 € + sind Overkill.
3. Was Handwerker meistens überflüssig kaufen
Typische Fehlinvestitionen:
- Online-Shop für Werkzeuge oder Material: Wenige Handwerker verkaufen wirklich online
- Komplexes CMS mit 12 User-Rollen: Ein Inhaber editiert, mehr braucht’s nicht
- Multilinguales Setup: Selten relevant
- Headless-Architektur: Komplett überdimensioniert
- PWA / App-Funktionen: Niemand braucht eine Handwerks-App
Sparen Sie sich diese Posten und investieren Sie in lokales SEO.
Was wir empfehlen: Wenn Ihre Anfrage eine 12.000-€-Lösung mit Online-Shop, CRM-Anbindung und Termin-Buchung enthält, überprüfen Sie, ob Sie das wirklich brauchen. In 80 % der Fälle reicht eine Standard-Lösung für 5.500 €, die in 14 Tagen live ist.
4. Die wichtigsten SEO-Hebel im Handwerk
Lokales SEO ist für Handwerker der wichtigste Kanal. Konkret:
- Google Business Profile: vollständig, mit echten Fotos, regelmäßigen Posts
- Bewertungen: aktiv um Bewertungen bitten, auf Kritik antworten
- NAP-Konsistenz: Name, Adresse, Telefon einheitlich überall
- Lokale Verzeichnisse: Gelbe Seiten, Branchenbuch, IHK-Verzeichnis
- Branchen-spezifische Verzeichnisse: Heizungsfinder, Dachdecker-Suche, Elektrotechnik-Verbände
- Lokale Backlinks: Sponsoring lokaler Vereine, Beiträge in regionaler Presse
Wer dieses Setup hat, bekommt Anfragen aus 30 km Umkreis ohne Werbebudget.
5. Foto-Konzept ist entscheidend
Stock-Fotos sind für Handwerker tödlich. Sie sehen aus wie Lockangebot. Eine seriöse Handwerker-Website hat:
- Fotos vom echten Team (nicht agentur-pixel-leute)
- Fotos von echten Baustellen und Referenzobjekten
- Vorher-Nachher-Vergleiche bei sichtbaren Arbeiten
- Inhaber-Foto mit Vorstellung „Wer wir sind”
- Bilder vom Fuhrpark, von Werkzeugen, vom Lager
Eine gute Agentur organisiert einen halben Tag Foto-Shoot vor Ort.
6. Drei Warnsignale beim Handwerker-Pitch
Was Sie ablehnen sollten:
- „Wir setzen ein Template für 800 € auf”: Keine echte Leistung, kein Mehrwert
- „Wir brauchen 12 Wochen”: Standard-Handwerker-Site ist in 14 Tagen machbar
- „Sie liefern alle Texte selbst”: Ein Handwerker schreibt nicht in seinen Feierabenden Verkaufstexte
7. So gehen Sie in 21 Tagen vor
Konkrete Roadmap:
- Woche 1: Drei Agenturen anfragen, Erstgespräche
- Woche 2: Angebote vergleichen, Festpreis verlangen, Entscheidung
- Woche 3: Onboarding, Foto-Shoot, Texte freigeben, Launch-Vorbereitung
- Woche 4: Live-Gang, Google Business Profile optimieren, erste Anfragen erwarten
Unsere ehrliche Empfehlung: Sie sind Experte im Handwerk, nicht im Webdesign. Geben Sie die Website an Profis ab, die Handwerker verstehen, und konzentrieren Sie sich auf das Geschäft. Eine gute Handwerker-Website zahlt sich in 6–12 Monaten durch Anfragen aus der Region zurück.
