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Marketing

Google Ads: Agentur oder Inhouse? Eine ehrliche Rechnung

Wann sich eine eigene Inhouse-Lösung lohnt und wann die Agentur die wirtschaftlichere Wahl ist, mit konkreten Zahlen für Mittelständler ab 2.000 € Werbebudget.

SD
Geschrieben von
Saad Dyab
Gründer & Strategischer Leiter
JM
Geprüft von
Jessica Moore
Technische Redakteurin & Editorial Reviewer

Jeder Artikel wird vor der Veröffentlichung von unserem Redaktionsteam auf fachliche Richtigkeit geprüft.

· 3 Min. Lesezeit
Zwei Schreibtische, einer im Büro, einer in einer Agentur

Wir bekommen die Frage „sollten wir das nicht intern machen?” mindestens einmal im Monat. Manchmal ist die Antwort ja, manchmal nein. Hier die ehrliche Rechnung, die Ihnen die meisten Agenturen nicht machen.

1. Die volle Inhouse-Rechnung

Was eine eigene Google-Ads-Person Sie wirklich kostet:

PositionMonatliche Kosten
Junior-Marketing-Mitarbeiter (40 h/Woche)3.500–4.500 € brutto Arbeitgeber
Senior-Marketing-Mitarbeiter (40 h/Woche)5.500–7.500 € brutto Arbeitgeber
Anteil Bürofläche, Strom, Hardware300–500 €
Weiterbildungen pro Jahr (umgerechnet)100–200 €
Tool-Lizenzen (Google Ads, Analytics, Tracking)100–300 €
Vollkosten Junior4.000–5.500 €
Vollkosten Senior6.000–8.500 €

Diese Zahlen schließen Urlaub, Krankheit und Einarbeitungszeit noch nicht ein.

2. Die Agentur-Rechnung

Eine seriöse Agentur kostet Sie für die gleichen Aufgaben:

  • Pauschale für laufende Optimierung: 800–2.500 € pro Monat
  • Einmaliges Setup: 1.500–4.000 €
  • Optional: zusätzliche Beratungsstunden 130–180 €

Sie bekommen dafür typischerweise 8–14 Stunden Senior-Arbeit pro Monat. Eingebettet in ein Team, das Vertretung im Urlaub leistet.

3. Wann Inhouse wirtschaftlich Sinn macht

Diese vier Faktoren müssen zusammenkommen, damit eine eigene Stelle rechnet:

  • Werbebudget über 8.000 € im Monat
  • Mehrere Konten oder Kanäle (Google Ads + Bing + Facebook + LinkedIn)
  • Hohe operative Frequenz (tägliche Anpassungen, regelmäßige Tests)
  • Verfügbares Senior-Talent im lokalen Markt

Wenn nur drei der vier zutreffen, lohnt sich die Stelle in der Regel nicht.

4. Die häufigsten Inhouse-Fehler

Wir sehen Mittelständler regelmäßig diese Fehler machen:

  1. Junior einstellen für komplexes Setup: Der Junior braucht 12–18 Monate, um auf Senior-Niveau zu sein.
  2. Werkstudent zur Hauptverantwortung machen: 20 Stunden im Monat reichen nicht für strategische Arbeit.
  3. „Marketing-Generalist” einstellen für alles: Niemand kann gleichzeitig SEO, Google Ads, Content, Social Media gut machen.
  4. Tooling-Aufbau unterschätzen: Tracking, GTM, Analytics sauber aufzubauen kostet 4–8 Wochen Vollzeit.
  5. Sich auf eine Person verlassen: Wenn sie kündigt, bricht alles ein.

Was wir empfehlen: Wenn Sie eine eigene Person aufbauen wollen, machen Sie es nicht alleine. Holen Sie sich für die ersten 6–12 Monate eine Agentur als Coach dazu. So bekommt Ihre Person eine fundierte Ausbildung statt nur Trial-and-Error.

5. Das Hybrid-Modell, das wirklich funktioniert

Für die meisten Mittelständler ist das die beste Lösung:

  • Inhouse-Person für tägliche Operatives, Reportings, lokales Wissen, schnelle Reaktion
  • Agentur als Coach: 4–8 Stunden im Monat strategische Begleitung
  • Tool-Setup einmalig durch Agentur, dann an Inhouse übergeben

Kosten: 4.500 € Person + 1.000 € Agentur = 5.500 € pro Monat. Sie bekommen dafür eine fokussierte Person + Senior-Wissen, ohne dauerhaft beide Vollkosten zu tragen.

6. Vor- und Nachteile auf den Punkt

FaktorInhouseAgentur
Reaktionszeitsofortmeist 24h
Lokales Branchenwissenhochmittel
Senior-Tiefeabhängig vom Talentstrukturell vorhanden
Skalierbarkeitbegrenzthoch
Kosten unter 8.000 € Budgetunwirtschaftlichwirtschaftlich
Kosten über 15.000 € Budgetwirtschaftlichwird teurer
Ausfallsicherheitniedrighoch

7. Eine einfache Entscheidungsregel

Drei Fragen:

  1. Ist mein monatliches Werbebudget über 8.000 €?
  2. Finde ich einen Senior-Talent im lokalen Markt?
  3. Kann ich für 6 Monate Einarbeitungszeit aufkommen, bevor Performance kommt?

Wenn Sie alle drei mit „ja” beantworten, ist Inhouse die richtige Wahl. Wenn Sie eine oder mehrere mit „nein” beantworten, sparen Sie Geld und Risiko mit Agentur oder Hybridmodell.

Unsere ehrliche Empfehlung: Die meisten deutschen Mittelständler überschätzen den Nutzen einer Inhouse-Stelle und unterschätzen die Vollkosten. Für 80 % der Fälle ist eine gute Agentur oder ein Hybridmodell die wirtschaftlich richtige Lösung. Wir würden Ihnen sagen, wenn Inhouse besser für Sie wäre, wir sind die Agentur, die ihre Kunden ehrlich berät, nicht maximal bindet.

#google-ads#agentur#inhouse#marketing
SD
Über den Autor

Saad Dyab

Gründer & Strategischer Leiter

Saad gründete Big Wolf Business, um den deutschen Mittelstand mit Websites, Marketing und KI-Automatisierung zu skalieren, die tatsächlich Geschäft generieren, nicht nur gut aussehen.

  • 8+ Jahre digitale Strategie für Mittelstand
  • 120+ erfolgreich umgesetzte Web- und KI-Projekte
  • Spezialisiert auf KI-Automatisierung & Conversion-Optimierung
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JM
Über den Prüfer

Jessica Moore

Technische Redakteurin & Editorial Reviewer

Jessica prüft jeden Artikel vor der Veröffentlichung auf fachliche Genauigkeit, Quellenlage und Verständlichkeit. Sie sorgt dafür, dass das, was wir publizieren, wirklich stimmt.

  • 10+ Jahre als Editorial Reviewer für Tech- & Business-Publikationen
  • Fact-Checking-Verantwortung für die gesamte BWB-Redaktion
  • Fokus auf Compliance, DSGVO und technische Genauigkeit
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